Karate - Kampfkunst und Lebenseinstellung

Karate (z. dt. "leere Hand") ist eine Kampfkunst, deren Entstehungsgeschichte sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand das Karate seinen Weg nach Japan und wurde nach dem zweiten Weltkrieg von dort in die ganze Welt verbreitet. Ein Recht hoher Wert wird oft auf die körperliche Kondition gelegt, die heutzutage insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft sowie eine anaerobe Belastbarkeit zum Ziel hat.


Die Geschichte des japanischen Karate ist eng mit dem des koreanischen Tae Kwon-Do verflochten. Das Tae Kwon-Do kann als eine Art eigene Stilrichtung des Karate angesehen werden. Betrachtet man beide Entstehungsgeschichten, wird man feststellen, dass das Tae Kwon-Do aus dem Karate heraus entstand.

Im Wesentlichen unterscheiden sich beide Kampfkünste dadurch, dass im Tae Kwon-Do den Beintechniken (Kicks) eine größere Beachtung geschenkt wird. Im Allgemeinen nennt man hier eine Verteilung der Fuß- und Handtechniken im Verhältnis 70/30. Je nach Unterrichtsstil kann dies aber frei variieren.

Ein besonderes Merkmal des Karate ist die enorme Sauberkeit, Spannung und Kraft während der Ausführung von Techniken. Hauptgrund hierfür sind die hohen Wiederholungszahlen der einzelnen Techniken zum Erreichen einer gewissen Perfektion. Hinzu kommen schnelle, vom Grundsatz sehr einfache, dafür sehr effektive Techniken zur Selbstverteidigung.

Das Tae Kwon-Do zeichnet sich wiederum durch besonders hohe und oft auch kompliziert gesprungene Kicks aus. Hier gilt nicht selten der Grundsatz: "Höher, schneller, weiter...". gerade Jugendliche und junge Erwachsene lernen diese Eigenschaft des Tae Kwon-Do sehr schnell lieben. Durch diese bietet sich ihnen die Möglichkeit die eigenen Grenzen kennenzulernen und am "noch machbaren" zu arbeiten.